Michael Mahlke

Das freie frühe Werk von Henri Cartier-Bresson als Vorbild für meinen eigenen freien Blick

„Cartier-Bressons Aufnahmen aus den frühen dreißiger Jahren, sein photographisches Frühwerk, ist eine Sache für sich. Cartier-Bresson war ausgebildeter Maler, und sein Kunstbegriff entwickelte sich unter dem aufgehenden Stern des Surrealismus und in einem kulturellen Umfeld… Seine frühen Fotografien haben so gut wie nichts mit Photojournalismus zu tun… Diese Unterschiede wurden verwischt durch die Tendenz, Cartier-Bressons…

Streetfotografie zwischen sozialer Dokumentation, urbaner Poesie und neuen Zeiten

„Viele klassische Arbeiten der Straßenfotografie entstanden in der Zeit zwischen etwa 1890 und 1975 und fiel mit der Einführung tragbarer Kameras, insbesondere kleiner 35-mm-Messsucherkameras, zusammen. Klassische Praktiker der Straßenfotografie sind Henri Cartier-Bresson, Robert Frank, Alfred Eisenstaedt, W. Eugene Smith, William Eggleston, Brassaї, Willy Ronis, Robert Doisneau und Garry Winogrand.“ So stand es auf Englisch 2007…

Dissonanzen im Motiv

„Viele Autoren rühmten die harmonischen, bildhaften Kompositionen der Momentaufnahmen von Cartier-Bresson. Es sind jedoch die Dissonanzen, die sein Werk zu etwas Besonderem machen. So fotografierte der Franzose die Skyline von Manhattan mit halb verfallenen Docks im Vordergrund oder in einer New Yorker Häuserspalte einen Mann, der wie gebannt einer Katze gegenübersitzt.“

Der Zufall als Motiv – Strassenfotografie heute

Der Zufall als Motiv war meine erste Anleitung für Streetfotografie mit Digitalkameras. Dieses Tutorial hat nichts an Inhalt und Wert verloren. Lediglich die technischen Bedingungen haben sich verbessert. Durch Smartphones ist die Unauffälligkeit einfacher geworden. Daraus habe ich später die Fineart-Streetphotography entwickelt. Oft nahm ich eine Kamera und ging einfach raus. Dabei entstanden die unterschiedlichsten…

Strassenfotografie als Kunstwerk und das Recht der Abgebildeten zwischen Abwägung und Atmosphäre

Auf berufsfotografen.com schreiben die Anwälte Dorothee Thum und Frank Richert u.a. folgendes: „Denn da Streetfotografie gerade davon lebt, Atmosphäre und Geschehen eines öffentlichen Ortes in Momentaufnahmen einzufangen und somit nahezu jedes sichtbare (fremde) Werk stimmungsbildend für die konkrete Fotografie ist, liefe die Beiwerksregelung nach § 57 UrhG im Bereich der Streetfotografie im Ergebnis ansonsten leer.…

Schwarzweissfotografie – Monochrome Fotos heute

Nachdem Leica mit monochromen Sensoren in Huawei Handys mitmischte und danach noch die Leica Monochrom auf den Markt brachte, ist monochromes Fotografieren schon als soziale Gebrauchsweise der Fotografie wieder wichtig, weil man damit Alleinstellungsmerkmale oder Gruppenzughörigkeit zeigen kann. Aber das ist nicht alles.