Willy Ronis oder die fotografische Unauffälligkeit des Alltäglichen

“Ronis lebte in einem unauffälligen Gebäude in einer unauffälligen Straße in einem unauffälligen Teil von Paris. Es ist kein Zufall, dass diese Beschreibung auch für die meisten Orte gelten kann, die seine Pariser Bilder zeigen.”

So schreibt Paul Ryan über Willy Ronis in WillyRonis55.

Aktuell gibt es ein wunderbares Video über ihn in der arte und ard Mediathek, das sich lohnt.

Willy Ronis ist ein gutes Beispiel dafür, daß nicht die Fotos sondern die Beziehungen über Erfolge entscheiden.

“Das wohl bekannteste Foto von Ronis zeigt einen kleinen Jungen, der mit einem Baguette unter dem Arm auf der Straße rennt. „Le petit parisien“ lautet der Titel. Aufgenommen wurde es 1952, also zwei Jahre bevor Cartier-Bresson das andere, mittlerweile ebenso klischeebehaftete Foto von einem kleinen Jungen machte, der mit zwei Rotweinflaschen in den Armen in der Rue Mouffetard stolziert.”

So beschreibt es Ivo Kranzfelder anläßlich einer Versteigerung.

Cartier-Bresson hatte die Kontakte, die sein Foto erfolgreich machten, Ronis hatte das bessere Foto aber nicht die Kontakte.

Aber wir lernen noch etwas. Es kommt auch darauf,  wo du fotografierst, wenn du es verkaufen willst.

Fotos von z.B. Remscheid würden da wohl unter Resterampe oder Lost Places laufen.

Und damit möchte ich diesen Text in die Welt schicken.

 

 

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